Als Spurensucherin fotografiere und filme ich vor allem Straßenspuren, die anschließend bearbeitet und durch die Wahl des Ausschnitts und den Grad der Vergrößerung verändert werden. Durch die Reduktion und Transformation gewinnen meine „Weg=Stücke“ eine neue Qualität der Abstraktion.

Meine Arbeiten, die alle mit Ort, Datum und Zeit der Entstehung versehen sind, thematisieren Wahrnehmung und Veränderung. Im Zentrum stehen dabei Spuren, Zeichen menschlichen Handelns und die Frage, was bleibt, von uns und von der Welt, wie wir sie kennen. Im Fehlerhaften, im Geflickten findet sich für mich das eigentlich Schöne so wie die Parallele vom allmählichen Verschwinden der eingefangenen Spuren zu unserer eigenen Existenz. Meine Arbeiten verstehe ich als Übergänge vom unbeachteten Alltäglichen zu aus ihrer banalen Zufälligkeit herausgehobenen Ikonen, die beim Betrachter ein Gefühl von Vertrautheit auslösen, Erinnerungen wachrufen und die Wahrnehmung verändern können.